Arbeitsweise
Was die therapeutische Zusammenarbeit auszeichnet
Am Anfang steht keine Methode, sondern eine Haltung: Ich möchte verstehen, was Sie erleben – und gemeinsam mit Ihnen herausfinden, was Ihnen weiterhilft.
Die therapeutische Beziehung als Grundlage
Meine Arbeit orientiert sich an der personenzentrierten Haltung nach Carl Rogers. Rogers ging davon aus, dass Menschen sich dann weiterentwickeln können, wenn sie sich verstanden und angenommen fühlen. Nicht die Methode steht im Mittelpunkt, sondern die Begegnung.
Für unsere Zusammenarbeit bedeutet das:
- Wertschätzung und Akzeptanz – auch für das, was Sie an sich selbst schwer annehmen können
- Einfühlendes Verstehen: Ich versuche, Ihre Welt so zu sehen, wie Sie sie erleben
- Echtheit und Transparenz: Ich sage Ihnen, was ich wahrnehme und warum ich etwas vorschlage
- Orientierung an Ihrer Lebenssituation statt an einem Schema
- Eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe
Im Mittelpunkt stehen Sie als Mensch – nicht eine Diagnose und nicht ein therapeutisches Konzept.
Wiederkehrende Muster und ihre Hintergründe
Ergänzende Orientierung: Schematherapie nach Jeffrey Young
Im Laufe unseres Lebens entwickeln wir Vorstellungen über uns selbst, über andere Menschen und über die Welt. Diese Überzeugungen entstehen häufig durch frühe Erfahrungen. Sie beeinflussen, wie wir Situationen wahrnehmen und wie wir auf sie reagieren – oft, ohne dass wir es bemerken.
Manche dieser Muster helfen uns. Andere schränken uns im Erwachsenenleben ein, zum Beispiel:
„Ich bin nicht gut genug.“ – „Ich muss es allen recht machen.“ – „Wenn ich mich öffne, werde ich verletzt.“ – „Ich darf keine Schwäche zeigen.“
Die Schematherapie bietet eine verständliche Sprache für solche inneren Überzeugungen und die Strategien, mit denen wir sie zu bewältigen versuchen. In meiner Arbeit schauen wir gemeinsam, welche Muster bei Ihnen wirksam sind, woher sie kommen und was sie heute noch für Sie tun.
Innere Anteile und unterschiedliche Bedürfnisse
Ergänzende Orientierung: Internal Family Systems (IFS)
In uns können unterschiedliche innere Seiten wirksam sein. Eine Seite möchte Nähe, eine andere schützt vor Verletzung. Eine Seite möchte etwas wagen, eine andere versucht, Risiken zu vermeiden.
Diese inneren Reaktionen haben meist eine nachvollziehbare Funktion. Wenn wir sie besser kennenlernen, statt sie zu bekämpfen, werden innere Konflikte verständlicher. Oft entsteht dann ein neuer, gelassenerer Umgang mit ihnen.
Das Modell der inneren Anteile aus dem Internal Family Systems (IFS) ist für mich dabei eine wichtige Denkhilfe.
Was diese Ansätze verbindet
- Menschen werden nicht auf ihre Symptome reduziert.
- Gefühle und Verhalten werden im Zusammenhang mit der eigenen Lebensgeschichte betrachtet.
- Innere Konflikte werden nicht vorschnell bewertet.
- Veränderung soll aus einem besseren Verständnis heraus entstehen – nicht aus Druck.
- Die Zusammenarbeit richtet sich nach Ihrem Anliegen.
Es geht nicht darum, sich selbst zu optimieren oder unerwünschte Seiten loszuwerden. Es geht darum, sich selbst besser zu verstehen und einen neuen Umgang mit den eigenen Erfahrungen, Bedürfnissen und Reaktionen zu entwickeln.
Verstehen, annehmen, verändern
So lässt sich beschreiben, wie sich eine therapeutische Zusammenarbeit mit mir häufig entwickelt. Die Schritte sind nicht starr, sie greifen ineinander.
-
Verstehen
Was geschieht in mir – und warum? Die eigenen Gefühle, Reaktionen, Erfahrungen und wiederkehrenden Muster besser verstehen.
-
Annehmen
Was steckt hinter meinen Reaktionen und Bedürfnissen? Einen wertschätzenderen Umgang mit sich selbst finden, statt sich für das eigene Erleben zu verurteilen.
-
Verändern
Welche neuen Möglichkeiten habe ich? Neue Perspektiven und Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit sich selbst und anderen entdecken.
Möchten Sie herausfinden, ob diese Art zu arbeiten zu Ihnen passt?
Im kostenfreien Kennenlerngespräch können Sie mich und meine Arbeitsweise unverbindlich kennenlernen.